Hohenwarte mit Rohrbahn

Blick über die Häuser von Hohenwarte auf die Rohrbahn des Pumpspeicherkraftwerks Hohenwarte IIPumpspeicherkraftwerk Hohenwarte

- Energiegewinnung aus Wasserkraft -

Das Pumpspeicher-Kraftwerk Hohenwarte I ist in die Kraftwerksanlagen der Saale-Kaskade integriert und verfügt mit drei Maschinensätzen über eine Nennleistung von ca. 63 Megawatt.

Die 8 Rohrleitungen des Pumpspeicher-Kraftwerks Hohenwarte II prägen das Ortsbild von Hohenwarte. In diesem Kraftwerk wird durch die Kraft des Wassers eine Gesamtnennleistung von 320 Megawatt erzielt und ist damit das größte Wasserkraftwerk an der Saale.

Das Oberbecken hat keinen natürlichen Zufluß und wird ausschließlich vom Ausgleichbecken der Talsperre gespeist, das als Unterbecken dient.

Wasserstand und Tourismus

Da sich Energiegewinnung und Tourismus nicht ausschließen, konnte sich die Saalekaskade zu einem der beliebtesten Erholungsgebiete Thüringens entwickeln.

Wenn Sie sich über ==> aktuelle Pegelstände am Bleiloch- und am Hohenwarte-Stausee informieren möchten, können Sie aktuelle Informationender Webseite von Vattenfall entnehmen.

Geschichte des Pumpspeicherkraftwerkes

Der Ausbau des deutschen Wasserkraftnetzes brachte für die Gemeinde Hohenwarte große Veränderungen mit sich. Um für die Elbe auch in Trockenzeiten eine Mindestwassertiefe zu gewährleisten, sollten in der oberen Saale ca. 400 Mio. m³ Wasser gespeichert werden. Die im Jahr 1932 fertiggestellte Bleiloch-Talsperre brachte bereits 215 Mio. m³. Der fehlende Rest an Stauraum (185 Mio. m³) konnte durch den Bau der Hohenwarte-Talsperre erreicht werden. Dieses seit Jahren bestehende Projekt wurde nun durch die Aufnahme in das Reichswasserstraßen-Ausbauprogramm verwirklicht. 1942 kam der ergänzende Beschluß und die Umsetzung des kraftwerklichen Ausbaus hinzu.

Bau der Rohrbahn zwischen Ober- und UnterbeckenDer Bau der Staumauer wurde 1936 begonnen und am 14.2.1941 mit dem Einbau des letzten Kubikmeters Beton abgeschlossen. Der Bau der Hohenwarte-Talsperre bedeutete das Ende der im Staugebiet liegenden Gemeinde Preßwitz. Gemäß Verfügung der Thüringer Regierung wurde der Ort mit Wirkung vom 1.4.1938 in die Gemeinde Hohenwarte eingegliedert und damit auch die Übernahme der bis dahin zur Gemeinde Preßwitz gehörenden Kartonfabrik und der 55 Einwohner besiegelt.

Eine neue Etappe der energetischen Nutzung der Wasserkraft begann mit dem Beschluß des Aufbaus des Pumpspeicherkraftwerks "Amalienhöhe". Der 1956 begonnene Kraftwerksbau, welcher während der Bauphase in "Hohenwarte II" umbenannt wurde, konnte am 1.5.1963 mit dem ersten Maschinensatz in Betrieb gehen und wurde 1966 abgeschlossen. Mit dem Bau von Hohenwarte II mußte der andere Industriebetrieb Hohenwartes - die Kartonfabrik - weichen, weil die ständige Füllung der Talsperre Eichicht den weiteren Betrieb unmöglich machte. Die letzte Schicht wurde am 30.6.1962 gefahren.

Nach entsprechender Voranmeldung kann das Pumpspeicherkraftwerk Hohenwarte besichtigt werden:

VATTENFALL • PSW Hohenwarte • Preßwitzer Str. 25 • 07338 Hohenwarte
Tel.: 03 67 33 / 28 22 96

Bau des Pumpspeicherkraftwerks Hohenwarte

Die historischen Fotos wurden vom Heimatverein Hohenwarte zur Verfügung gestellt.